Metallverbände fordern: Bewährte Ausbildungsberufe an die Digitalisierung anpassen

// Michael Braun

Ausbildung und Fortbildung in der Metall- und Elektro-Industrie müssen aktualisiert werden, damit sie auch für die Welt von Industrie 4.0 passen - aber es braucht dafür keine neuen Berufsbilder. Das haben Gesamtmetall, VDMA, ZVEI und IG Metall als Sozialpartner für Ausbildung und Qualifizierung in der M+E-Industrie in gemeinsam erarbeiteten Handlungsempfehlungen vorgeschlagen. Die Metall- und Elektro-Industrie beschäftigte Ende 2016 etwa 3,85 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Deutschland.

Außerdem fordert der Zusammenschluss der Metallverbände, dass die Curricula um neue Inhalte erweitert werden müssen, zum Beispiel um das Thema Datensicherheit. Dazu sollen die Ausbildungsordnungen der industriellen Metall- und Elektroberufe im Rahmen einer Teilnovellierung überarbeitet werden. Nur so könne sichergestellt werden, dass künftig der Umgang mit digitaler Arbeit gelingt. Für weitergehende Anforderungen in einzelnen Berufen sollen Zusatzqualifikationen vorgesehen werden.

Zusätzlich halten es die verantwortlichen Sozialpartner für wichtig, Umsetzungshilfen für die Ausbildung im Kontext von Digitalisierung und Industrie 4.0 bereitzustellen und fachdidaktische und medientechnische Konzepte für Schule und Betrieb zu erstellen. Die Vorschläge sollen nun mit den zuständigen Bundesministerien und Entscheidungsträgern abgestimmt und in einem "agilen" Verfahren zügig umgesetzt werden. Ziel sollte es sein, so die vier beteiligten Partner, dass die Unternehmen vom August 2018 an in den aktualisierten Berufen ausbilden können.

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