Blog  27.11.2018 - 10:30


"Im deutschen Mittelstand geht einiges"


Neue Beitrag im KVD SERVICEBLOG ...

Thorsten Meyer ist Geschäftsführer der mittelständischen Boge Kompressoren GmbH und behauptete in seinem Vortrag auf dem 38. KVD Service Congress: "Im deutschen Mittelstand geht einiges, da müssen wir keine Angst haben." Das Unternehmen, vor 111 Jahren gegründet, sah sich immer als klassischen Maschinenbauer, dessen Produkte in Krankenhäusern, in Schneekanonen oder für Industrieverpackungen zum Einsatz kommen. "Druckluft brauchen Sie überall." Wie er seine These am Bespiel seines Unternehmens untermauerte, klärten wir in diesem Blogbeitrag.

Der Wandel in den Köpfen machte einige Veränderungen für Boge unabdingbar. Die kostspieligen, wartungsintensiven und technisch komplizierten Kompressoren wurden immer weniger gekauft, also setze das Unternehmen mehrere Hebel an, um zukunftsfähig zu sein. Einerseits veränderte man die Technologie der Kompressoren, in dem sich nun nur noch ein bewegliches Bauteil befindet. Das wiederum lässt sich aufgrund des Kundenbedarfs individuell einstellen, wodurch es zu weniger Wartung, mehr Leistung und einem geringeren Stromverbrauch kommt.

Im eigenen Unternehmen sei das schwierig durchzusetzen gewesen, aber die kalkulierte Absatzlücke machte man mit optionalen Serviceleistungen wieder wett. "Damit haben wir uns auf einen für uns komplett neuen Markt begeben", erklärte Meyer in seiner Argumentation. Beispielsweise wurden die neuen Maschinen mit einem Predictive Care Tool ausgestattet, dass sowohl die Leistung der Maschine als auch deren Verschleiss überwacht und auch die Umwelteinflüsse wie Temperatur oder Staubteile in der Luft misst. Durch das Tool passen sich die Geräte nun optimal an alle Begebenheiten an. Zudem bedient sich die Boge GmbH dem Remote Monitoring: Hat die Anlage ein bestimmtes und nicht gewünschtes Laufverhalten, meldet sich die Maschine und kann im Anschluss wieder optimiert werden. Die Folge: Bessere Leistung und weniger Wartung. Zudem bietet das Unternehmen seinen Kunden einen 24-Stunden-Recovery-Service an. Egal, wo die Maschine weltweit steht: Über eine Datenbrille ist jeder Techniker weltweit in der Lage, die Maschine innerhalb von einem Tag wieder in Gang zu bekommen, sollte sie ausfallen. Die Brille wird in einer Art First Aid-Kit mitgeliefert, der Service kostet zehn Euro am Tag und ist täglich kündbar. "Wir garantieren, dass die Maschine in 24 Stunden wieder läuft." Zudem analysiert Boge die Kundendaten und erkennt so, ob ein Kunde eventuell einen veränderten Impeller in seinem Kompressor benötigt, um Energie einzusparen und das Gerät noch effizienter einzusetzen. Der Schlüssel hierfür sind natürlich die Daten, die von der Maschine an das Unternehmen übermittel werden.

Autor: Michael Braun

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