News  10.09.2018 - 11:20


Schiffbau & Offshore: Zulieferer behaupten sich in der Welt der digitalisierten Schifffahrtindustrie

Die Schiffbau- und Offshore-Zuliefererindustrie mit ihren 63.500 Beschäftigten rechnet auch in diesem Jahr mit leicht steigenden Aufträgen, nachdem 2017 die Orderbücher bereits erfolgreich gefüllt werden konnten. Zugleich konsolidiert sich der Schifffahrtsmark weiter, neue Geschäftsmodelle verändern die Wettbewerbssituation und bisher etablierte Dienstleistungen verlieren an Bedeutung.

Die deutsche Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie mit ihren 63.500 hoch qualifizierten Beschäftigten rechnet auch in diesem Jahr mit leicht steigenden Aufträgen, nachdem 2017 die Orderbücher bereits erfolgreich gefüllt werden konnten. Zugleich konsolidiert sich der Schifffahrtsmarkt weiter, neue Geschäftsmodelle verändern die Wettbewerbssituation und bisher etablierte Dienstleistungen verlieren an Bedeutung.

"Auch die Schiffbau-Zulieferer müssen die wachsenden digitalen Möglichkeiten intelligent im Zusammenspiel zwischen Betreibern, Werften und ihren eigenen Unternehmen nutzen", sagt Martin Johannsmann, der neue Vorsitzende der VDMA Arbeitsgemeinschaft Marine Equipment, im Vorfeld der Weltleitmesse SMM. "Branchenübergreifend voneinander lernen" laute dabei die Devise der Komponenten- und Systemanbieter, deren Lösungen nicht nur im Schiffbau, sondern auch im angrenzenden maritimen Umfeld wie Logistik, Hafentechnik und Energie gefragt sind.

Auch für die Schifffahrtindustrie gilt: Die gesamte Logistikkette muss ich sicher vernetzt werden, damit neue Ideen und Geschäftsmodelle umgesetzt werden können, heißt es beim VDMA. Dazu sei eine Standardisierung der Schnittstellen notwendig. "Wir liefern heute aus den Daten der verschiedensten Sensoren an Bord wichtige Informationen für die gesamte Logistikkette und verdienen damit inzwischen auch Geld", erläutert Johannsmann. "Die digitalen Möglichkeiten helfen uns Systeme zu entwickeln, die einen klimaneutralen Transport auf See ermöglichen werden."

Ein für die Schiffbau-Zulieferer entscheidendes Thema ist die Klimaneutralität auf See. Sie ist zugleich auch Ziel der Initiative "Maritime Energiewende" des VDMA Fachverbands Motoren und Systeme. Die Großmotorenindustrie als Hersteller der Antriebstechnologie will den Weg zur Klimaneutralität gemeinsam mit der Politik gehen und unterstützt daher ausdrücklich den ambitionierten Beschluss der Internationalen Maritimen Organisation (IMO), die Treibhausgasemissionen bis 2050 mindestens zu halbieren. "Zur Erreichung des 2-Grad-Ziels sind allerdings immense Investitionen erforderlich, die sich nur durch transparente und technologieneutrale Rahmenbedingungen rechtfertigen lassen", sagt Dr. Frank Starke, Geschäftsführer Caterpillar Motoren und Vorstandsmitglied VDMA Motoren und Systeme.

Der entscheidende Schritt in Richtung Klimaneutralität ist für viele industrielle Bereiche sowie im Verkehrssektor die Elektrifizierung. Es gibt allerdings Anwendungsbereiche, für die dieser Weg nicht in Frage kommt: Mobile Maschinen, der Schwerlastverkehr und eben die Schifffahrt benötigen andere Energieträger mit hoher Energiedichte. Die Batterietechnologie kann rein physikalisch lediglich eine Ergänzung zum klassischen Schiffsmotor darstellen. Genau hier setzt einer der vielversprechendsten Bausteine auf dem Weg zur Treibhausgasneutralität an: Power-to-X. "Mittels Power-to-X Verfahren ist es möglich, Energieträger mit hoher Energiedichte synthetisch aus regenerativ erzeugtem Strom herzustellen und damit langfristig fossile Energieträger durch CO2-neutrale, synthetische Kraftstoffe zu ersetzen", erläutert Peter Müller-Baum, Geschäftsführer VDMA Motoren und Systeme.

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